Heute ist Welttierschutztag. Wie schlafen eigentlich die verschiedenen Tiere im Vergleich zu uns Menschen?

Schlafen wie ein… Schimpanse

Tiere: Schimpansen bauen sich jede Nacht ein neues Nest, meistens in einem Baum. Durch das Verbiegen und Ineinanderschieben von Zweigen und Laub bilden die Tiere eine Art Blätterbett, auf dem sie schlafen können. Jedes einzelne Tier baut sich sein eigenes Bett mit Ausnahme der Jungen, die bei ihren Müttern schlafen. Bei Regen bauen die Schimpansen sich manchmal auch tagsüber Schlafnester. Genau wie wir decken sie sich beim Schlafen mit den Materialien zu, die ihre Umgebung ihnen bietet.

Menschen: Wir liegen ebenfalls in unserem Nest (Bett) und decken uns mit etwas zu (Bettdecke). Schimpansen und Affen im Allgemeinen schlafen länger als wir Menschen. Wahrscheinlich ist diese Differenz dadurch entstanden, dass wir Menschen Feuer machen konnten und dadurch länger Licht hatten und kalorienreicher essen konnten, was uns mehr Energie liefert – alles Kriterien, um länger wach zu bleiben.

Schlafen wie ein… Blaugrünes Schwalbenschwänzchen

Tiere: Manche Fische haben nachts eine andere Färbung als tagsüber. So tarnen sie sich nachts vor Feinden. Die meisten Fischarten verbergen ihre leuchtenden und hellen Farben mit einer dunkleren Farbschicht. Aus dem Blaugrünen Schwalbenschwänzchen wird nachts ein unscheinbar grauer Fisch. Diese nächtliche Farbtarnung der Fische nennt man „Pyjama“. Forscher vermuten, dass die abgedunkelten Farben außerdem energieeffizienter sind.

Menschen: Auch wir Menschen schalten nachts durch die Reduzierung unserer Körpertemperatur um ca. 1 Grad in einen Energiesparmodus.

Schlafen wie ein… Kalifornischer Seelöwe

Tiere: Kalifornische Seelöwen sind an Land relativ wehrlos, daher schlafen sie dort nie besonders fest. Sie schlafen tief, wenn sie nahe an der Wasseroberfläche schwimmen, wobei sie regelmäßig zum Atem holen auftauchen, ohne dabei aufzuwachen. Wie auch andere Meeressäugetiere wie der Delphin, schläft bei den Seelöwen nur die eine Gehirnhälfte, um eventuelle Gefahren zu erkennen.

Menschen: Das Phänomen des Schlafes von nur einer Gehirnhälfte gibt es auch beim Menschen. Eine amerikanische Untersuchung von 2016 zeigt, dass beim Schlafen in einer fremden Umgebung auch bei uns Menschen nur eine Gehirnhälfte schläft. Man nennt dies den „First Night Effect“ – den Effekt der ersten Nacht. Es wird vermutet, dass es sich dabei um eine instinktive Überlebenstaktik handelt. In einer fremden Umgebung weiß man nie genau, was passieren kann – und so kann die wache Gehirnhälfte schneller auf potenzielle Gefahren reagieren.

Schlafen wie ein… Flughund

Tiere: Es gibt kaum eine Schlafhaltung, die im Tierreich nicht vorkommt. Wie wir Menschen können Tiere auf dem Rücken, dem Bauch oder auf der Seite schlafen. Es gibt aber auch Tiere, die auf einem Bein stehend, schwimmend oder sogar in der Luft schwebend schlafen. Flughunde ruhen und schlafen über Kopf an einem oder beiden Beinen hängend.

Menschen: Wir Menschen schlafen zumeist im Liegen. Studien zeigen, dass etwa 50% der Menschen am liebsten auf der Seite schlafen mit einer leichten Tendenz zur rechten Seite als Lieblingsseite. Circa 40% der Menschen schlafen auf dem Rücken, um mit 10% sind die Bauchschläfer die kleinste Gruppe. Grundsätzlich können Menschen auch im Sitzen oder im Stehen schlafen.