Kaltes Wetter? Dann kuscheln wir uns einfach länger ein!

Kennen Sie das Gefühl, dass Sie im Sommer mehr Energie haben und sich im Winter viel müder fühlen? Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Jahreszeiten den Schlafbedarf beeinflussen. Ihr Tagesrhythmus wird stark beeinflusst durch Ihre biologische Uhr. Diese Uhr befindet sich im Gehirn und ist verantwortlich dafür, dass man jeden Tag in etwa zur gleichen Zeit Hunger verspürt, sie kontrolliert die Körpertemperatur und lässt uns müde oder wach sein. Ihre biologische Uhr hat einen festen Rhythmus von circa 24 Stunden. Tageslicht Ihre biologische Uhr wird hauptsächlich durch das Licht gesteuert, das durch die Augen einfällt. Helles, blaues Licht verlangsamt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und macht uns wach. Dies ist eine logische Erklärung dafür, dass wir uns im Sommer, wenn es länger hell und das Licht kräftiger ist, wacher fühlen als im Winter. Temperatur Unsere Umgebungstemperatur scheint ebenfalls Auswirkungen zu haben. Wir haben kürzlich Ergebnisse unserer Auping Better Days App mit Daten des Königlich Niederländischen Meteorologischen Instituts (KNMI) verglichen. Wenn wir die durchschnittliche Anzahl geschlafener Stunden pro Tag mit der an dem Tag herrschenden Durchschnittstemperatur vergleichen, können wir ganz eindeutig eine Verbindung erkennen: Je höher die Außentemperatur, desto weniger schlafen wir. Je kälter die Außentemperatur, desto länger schlafen wir. Eine Studie aus Afrika und Südamerika Dieses Phänomen hat auch eine kürzlich durchgeführte Studie (Yetish et al., 2016) unter indigenen Völkern in Afrika und Südamerika ergeben. Diese Menschen leben ohne jegliche Elektrizität und unterscheiden daher zwischen Tag und Nacht allein durch Tageslicht und Temperatur. Neben der Durchschnittstemperatur und der Menge an Tageslicht wurde festgehalten, wann Sie zu Bett gehen und wieder aufwachen. Die Studie ergab, dass sie im Winter bis zu eine Stunde länger schlafen als im Sommer. Die Umgebungstemperatur scheint sogar einen größeren Einfluss auf den Moment des Aufwachens zu haben als das Licht. Die Menschen wachten üblicherweise auf, bevor es draußen hell wurde, aber exakt zu dem Zeitpunkt, an dem die Temperatur begann anzusteigen. Kurz gesagt: Eine großartige Entschuldigung, um in der kalten Jahreszeit länger im Bett zu bleiben.