/Rund um den Schlaf

November 2018

„Eine für alle“ oder doch jedem das Seine?

One-fits-all Matratzen: Gute Sache oder gutes Marketing? Seit einigen Jahren gibt es geradezu eine Schwemme von Matratzenherstellern, die nur ein einziges Produkt herstellen und dieses nur online vertreiben. Diese eine Matratze soll für fast jeden Menschen traumhafte Nächte bieten. Für viele Käufer ist sicherlich die fast immer angebotene Geld-zurück-Garantie ausschlaggebend, die ein Probeschlafen von bis zu 100 Tagen ermöglicht. Ein weiterer Vorteil: man muss sich nicht tagelang durch Matratzen- und Möbelgeschäfte kämpfen, um das passende Nachtlager zu finden. Die beste getestete Matratze Spätestens als die Stiftung Warentest 2015 die wirklich günstige Bodyguard Anti-Kartell-Matratze von Bett1 als beste getestete Matratze auszeichnete, war den „One fits all“ Matratzen der Weg in die Schlafzimmer geebnet. Seitdem streiten sich Hersteller, Käufer, der Fachverband der Matratzen-Industrie und die Stiftung Warentest darüber, ob denn wirklich eine einzige Matratze für jeden Körper mit all seinen Eigenheiten geeignet sein kann. Die Stiftung Warentest eckte in den letzten Jahren mit einigen Tests an, und als Verbraucher sollte man die Ergebnisse auch gerne hinterfragen. So ergab zum Beispiel ein Testergebnis von Boxspringbetten aus 2016 im besten Fall die Gesamtnote „befriedigend“. Grund dafür war, dass fast alle getesteten Modelle nur ein „mangelhaft“ für Deklaration und Werbung erhielten. Nach Meinung der Tester lag häufig eine fehlerhafte Deklaration der Festigkeit der Matratzen vor. Demnach sei eine Matratze auf zum Beispiel einem regulären Lattenrost als fest zu bezeichnen, auf dem Boxspringbett dann aber als medium oder gar soft zu deklarieren. Dabei sind die Begrifflichkeiten „fest“ oder „soft“ gar nicht genormt und dürfen daher eigentlich nicht als fehlerhaft bewertet werden. Im Oktober 2018 testete die Stiftung Warentest übrigens erneut Matratzen – aber nur Modelle, die in Tests der vergangenen zehn Jahre bereits als beste bewertet wurden. Testsieger wurde erneut die „Bodyguard Anti-Kartell-Matratze“ von Bett1.   Die Qual der Wahl Grundsätzlich ist nichts gegen eine sogenannte „One fits all“ Matratze einzuwenden, wenn man selbst gut darauf schläft. Wer nach einer langfristigen Alternative zur bisherigen Matratze sucht, sollte sich vielleicht die Mühe machen und in einem Fachgeschäft auf verschiedenen Modellen probeliegen. Denn eigentlich merkt man erst im Vergleich, welche Festigkeit und welches Material wirklich für einen selber geeignet ist. Die Einheitsmatratzen bestehen meist aus Schaumstoff, und vielleicht sind Alternativen mit Federkern oder aus Latex besser für Sie geeignet. Die Bewertung der Liegequalität ist natürlich auch ein wenig davon abhängig, wie und worauf man vorher geschlafen hat. Aus eigener Erfahrung können wir sagen: wenn man jahrelang viel zu hart gelegen hat, kommt einem eine wesentlich softere Matratze natürlich erst mal ziemlich weich vor. Das muss aber nicht schlecht sein, im Gegenteil. Nur auf einer weicheren Matratze können Schulter- und Hüftpartie bei Seitenschläfern einsinken, so dass die Wirbelsäule gerade gelagert wird. Bei onmeda und allnatura haben wir interessante Artikel zum Thema gefunden. Fazit So vielfältig wie unsere Körper und das Matratzenangebot sind die Meinungen zum Matratzenkauf. Ob nun die „beste getestete Matratze“ auch die beste für Sie ist, müssen Sie am Ende selbst bewerten. Wir freuen uns über Feedback zum Thema!

Oktober 2018

Sommerzeit – Winterzeit

Zeitumstellung - sinnvoll oder lästig? Man kann die Uhr danach stellen: Zwei Mal jedes Jahr beginnen die Diskussion über Sinn oder Sinnlosigkeit der Sommer- und Winterzeit. Zum ersten Mal seit des letzten Starts der deutschen Sommerzeit 1980 hat die EU-Kommission nun in einer Online-Befragung abstimmen lassen, ob die Zeitumstellung abgeschafft werden soll. Die Mehrheit stimmte dafür. Man konnte auch angeben, ob man für eine dauerhafte Winter- oder Sommerzeit ist. Nun überprüfen Experten die Nachteile der Zeitumstellung – bis wann Ergebnisse vorliegen, ist nicht bekannt. Sicher ist: am 28. Oktober 2018 werden die Uhren eine Stunde zurück auf Winterzeit gestellt. Eingeführt wurde die Sommerzeit erstmals 1916 mit dem Gedanken, das Optimum an nutzbarer Tageszeit zu gewinnen. „Daylight Saving Time“ hieß es daher auch ursprünglich. Laut Bundesumweltamt spart man in der Tat während der Sommerzeit abends Licht. Dafür wird in den kalten Monaten März, April und Oktober morgens mehr geheizt, so dass der Energieverbrauch nicht wirklich sinkt. Der Biorythmus gerät durcheinander Neben ökonomischen Auswirkungen hat die Zeitumstellung aber auch Einfluß auf unseren Biorythmus. Grundsätzlich lässt sich die Umstellung, die 4 bis 14 Tage dauern kann, mit einem Mini-Jetlag vergleichen. Bis sich Körper und Zeit wieder aufeinander eingespielt haben, kann es verstärkt zu Müdigkeit, Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen, Konzentrationsschwächen oder sogar Verdauungsproblemen kommen. Diese Problematik tritt allerdings verstärkt bei der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit auf, da uns hier eine Stunde weggenommen wird. Auf der anderen Seite hat das längere Tageslicht im Sommer positive Effektive auf die Gesundheit, da mehr Aktivitäten im Freien betrieben werden können. Detaillierte Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen finden Sie hier.

September 2018

Schaumstoffmatratzen – was sind die Unterschiede?

Schaumstoff, Federkern oder Latex – wo liegt der Unterschied und welche Matratze passt zu mir? Wie unterscheiden sich die Matratzenmaterialien? Da es sowohl bei den Schaumstoffmatratzen als auch bei den Federkernmatratzen jeweils so viele Unterschiede gibt, fangen wir heute mit den Schaumstoffmatratzen an. Latex, Kaltschaum, Komfortschaum, Viscoschaum, Memoryschaum, Gelschaum... Materialbezeichnungen gibt es viele. In der Regel bestehen Schaumstoffmatratzen aus geschäumtem Kunststoff. Für das Schäumen werden unterschiedliche physikalische, mechanische oder chemische Verfahren eingesetzt. Wesentliche Unterschiede der verschiedenen Schaumstoffmatratzen liegen im Raumgewicht und der Porung, wodurch die Matratzen entweder weicher oder härter sind. Latex kann aus aufgeschäumten Kautschuk oder aus Erdöl produziert werden, man unterscheidet also zwischen natürlichem und synthetischem Latex. Das Material ist besonders hygienisch und wenig anfällig für Bakterien und passt sich dem Körper besonders gut an. Allerdings sind Latexmatratzen durch ihre Materialdichte besonders schwer. Kaltschaummatratzen haben eine offenporige Struktur, sind hochflexibel und besonders leicht. Und nein – man friert nicht darauf. Der Name rührt daher, dass das verwendete Polyurethan bei der Verarbeitung nicht erhitzt werden muss. Im Vergleich zum Latex ist Kaltschaum besonders atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Der Kaltschaum zeichnet sich durch seine hohe Punktelastizität aus, so dass der Körper gut abgestützt wird. Nach einem ersten Lüften ist das Material quasi geruchlos und somit für empfindliche Nasen besonders geeignet. Komfortschaum unterscheidet sich vom Kaltschaum dadurch, dass er zur Aushärtung erhitzt wird. Er hat eine offenporige Struktur und ist dadurch atmungsaktiv. Viscoschaum oder Memoryschaum wurde ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt. Er verändert sich durch die Körpertemperatur und passt sich der Temperatur und der Silhouette an. Der einmal entstandene Abdruck ändert sich beim Abkühlen nur langsam. Das sorgt allerdings dafür, dass man sich nachts nur schwer im Schlaf umdrehen kann. Visco ist resistent gegen Hausstaubmilben und daher für Allergiker sehr gut geeignet. Gelschaum kann grundsätzlich mit Viscoschaum verglichen werden, wobei er nicht auf Wärme, sondern auf Druck reagiert und schneller wieder seine alte Form annimmt. So entstehen keine Kuhlen im Bett, und man kann sich einfacher im Schlaf drehen.   Offenporige Schaumstoffe lassen viel Luft durch: Pro: für Allergiker sehr gut geeignet, da Milben kaum eine Chance haben durch hohe Anpassungsfähigkeit für so gut wie alle Schlaftypen geeignet Contra: für sehr schwere und große Personen sollte die Matratze mindestens 18cm dick sein, damit der Körper ausreichend unterstützt wird   Latexmatraten und Naturlatexmatratzen: Pro: besonders punktelastisch reagiert optimal auf jede noch so kleine Belastung stützt den Körper optimal ab Contra: hohes Eigengewicht relativ schlechte Luftdurchlässigkeit Matratze muss regelmäßig gewendet werden   Kaltschaummatratzen: Pro: sehr hohe Punktelastizität lange Haltbarkeit Leichtgewicht lässt sich bequem beziehen, lüften und wenden sehr gute Durchlüftung und dadurch angenehme Schlaftemperatur   Viscomatratzen und Memory-Foam: Pro: reagiert auf Körperwärme und passt sich nach einer Weile exakt der individuellen Körperform an Contra: fühlt sich relativ kühl an wenn einmal der Körperform angepasst, bleiben die Kuhlen bestehen, was Probleme beim Umdrehen verursachen kann

März 2018

Schimmel auf der Matratze verhindern

Wer einmal unter Schimmelbefall im Schlafzimmer gelitten und mühsam Stockflecken bekämpft hat oder unter Umständen sogar die Matratze wegschmeißen musste, möchte ein erneutes Aufkeimen dieses Ärgernis um jeden Preis verhindern. Doch wie entsteht eigentlich Schimmel auf der Matratze? Die Hauptursache ist, um es kurz und knapp zu machen: Feuchtigkeit! Ein Teil davon wird über den Atem an die Raumluft abgegeben. Hinzu kommt, dass wir während des Schlafs jede Nacht etwa einen halben Liter Flüssigkeit verlieren. Der Schweiß sickert durch den Pyjama Nacht für Nacht in die Matratze. Wenn sich über einen langen Zeitraum die Feuchtigkeit im Bett sammelt, entsteht Schimmel. ? Mattresses of Berlin sammelt auf Instagram Bilder von lieblos ausrangierten Matratzen. Und hat am 09.06.2017 den ersten World Mattress Day ins Leben gerufen, um die ausrangierten Schätze ein wenig mehr zu ehren. Wie kann die Ablagerung von Feuchtigkeit verhindert werden? Eine gute Luftzirkulation ist das A und O. Bettgestell, Matratze und Lattenrost sollten eine beständige Durchlüftung zulassen. Dementsprechend werden wir häufig gefragt, ob Boxspringbetten auf Grund ihres geschlossenen Systems besonders anfällig für Schimmel sind. Ein echtes Boxspringbett besteht aus einer Box mit Unterfederung und einer darauf liegenden Taschenfederkernmatratze, meist ergänzt durch einen darauf liegenden Topper. Durch die Hohlräume der Federn in Box und Matratze werden diese grundsätzlich sehr gut belüftet. Leider kommt es immer wieder vor, dass die Box des Bettes durch nicht optimal geeignete Materialien geschlossen wird. So finden sich in manchen Boxspringbetten durchgehende Holzplatten oder dicke Stoffe an der Unterseite, die die notwendige Luftzirkulation verhindern. Genauso schlecht ist es für die Belüftung, wenn das Bett nur sehr flache Füße oder einen Bettkasten zum Verstauen von Bettwäsche hat. Achten Sie also beim Kauf Ihres Boxspringbettes unbedingt auf die Beschaffenheit der verschiedenen Lagen und lassen Sie sich das Innenleben genau zeigen.   Hier sind die 6 besten Tipps, um Schimmel im Bett vorzubeugen und gesund zu schlafen: Wenn Sie ein Bett haben, das nicht optimal durchlüften kann, können Sie mit ein paar einfachen Methoden versuchen, Schimmelbildung zu verhindern: Lüften Sie täglich Ihr Schlafzimmer. Ideal sind morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen jeweils 10-15 Minuten. Seien Sie nicht zu ordentlich, wenn Sie morgens das Haus verlassen. Anstatt das Bett zu machen und womöglich noch eine Tagesdecke darüber zu legen, schlagen Sie lieber die Bettdecke zurück und lassen Luft an Bettwäsche und Matratze. Wenn Sie ein Bett haben, in dem die Luft nicht zirkulieren kann, sollten Sie die Matratzen von Zeit zu Zeit wenden oder sogar an der frischen Luft auslüften lassen. Wenn Sie Matratzen mit einem abnehmbaren Bezug haben, reinigen Sie diesen regelmäßig. Wenden Sie Ihren Topper alle 3 Monate und lassen Sie ihn wie die Matratze richtig auslüften. Wenn Sie möchten, können Sie Ihr Bett und die Matratze mit der Polsterdüse Ihres Staubsaugers regelmäßig von Staub befreien.  

Januar 2018

Schlank im Schlaf

Lebkuchen, Marzipan, Christstollen und üppige Weihnachtsessen – es war einfach alles unglaublich lecker. Aber jetzt ist es an der Zeit, sich von den angefutterten Kilos zu verabschieden!   Weniger Schlaf, mehr Gewicht Jeder weiß, dass Bewegung und eine ausgewogene Ernährung wichtig für unsere Gesundheit und ausschlaggebend für unser Körpergewicht sind. Aber wussten Sie schon, dass Schlaf auch dazu zählt? Einfacher geht es ja wohl nicht. Vor allem jetzt bei dem kalten Wetter sollte es nicht besonders schwer fallen, sich etwas länger als sonst unter die warme Decke zu verkriechen. Untersuchungen aus den USA (Spaeth et al. 2013) zeigen, dass Menschen, die innerhalb einer Woche weniger geschlafen haben, bis zu einem Kilo an Körpergewicht zunehmen im Vergleich zu einer Gruppe Menschen, die mehr geschlafen hat. Je weniger Sie schlafen, desto mehr Essen Sie Eigentlich eine ganz einfache Erklärung: wer länger wach ist, hat mehr Zeit zum Essen. Vor allem abends gönnt man sich nach dem Abendessen gerne noch den ein oder anderen Snack in Form von Chips, Nüssen, Schokolode oder Eiscreme. Lecker – aber für den Körper nicht notwendig.   Wenig Schlaf, stärkeres Hungergefühl Eine andere Ursache für die Gewichtszunahme bei wenig Schlaf ist, dass der Körper das Gefühl des Energiemangels kompensieren möchte, indem er die Kalorienzufuhr erhöht. Eine im Jahr 2016 durchgeführte Studie (Hanlon et al. 2016) zeigte diesen Zusammenhang deutlich auf. Schlafmangel verursacht ein erhöhtes Niveau an Hormonen, das Sie hungrig macht. Das bedeutet, dass Sie unbewusst und unnötig mehr essen. Schlafen Sie sich schlank Untersuchungen unter Zwillingen (Watson et al. 2012) haben gezeigt, dass es einen genetischen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Körpergewicht gibt. Aber die gleiche Forschung hat auch gezeigt, dass Sie einen großen Einfluss darauf haben, wie lange Sie schlafen und damit Ihr Körpergewicht.   Aber wie bei allem anderen, treffen Sie Ihre eigenen Entscheidungen selbst. Es ist das gleiche wie beim Sport, nicht jeder hat die Fähigkeit, ein Spitzensportler zu sein, aber jeder kann gesund trainieren. Auch wenn es im ersten Moment vielleicht seltsam klingt – mehr Schlaf ist also tatsächlich gut für die Figur.

Dezember 2017

Ein kurzes Nickerchen um die Batterien aufzuladen

Ein Nickerchen machen? Für kleine Kinder und ältere Menschen ist das etwas ganz Normales. Aber wie häufig machen Sie eine kleine Auszeit und schließen die Augen? Die Siesta ist ein fester Bestandteil der spanischen Kultur. Die Japaner nutzen jede Gelegenheit zum sogenannten Inemuri – was so viel bedeutet wie Schlafen in der Öffentlichkeit, während man offiziell etwas anderes tut. Hier bei uns wird dem Schlaf am Tag nicht viel Bedeutung beigemessen. Aber viele Top Athleten machen tagsüber ein kleines Nickerchen. Wir empfehlen Ihnen das gleiche! Es verbessert Ihre Kreativität und Ihre Leistungsfähigkeit. Wir haben ein paar Tipps, wie Sie das meiste aus einem Powernap herausholen können. Die Vorteile des kurzen Schlafes Sie müssen wirklich schlafen, um von den körperlichen, mentalen und emotionalen Vorteilen eines Powernaps zu profitieren. Einfach nur mal schnell hinlegen und die Augen zu machen zählt nicht. Ein richtiger Powernap kann Ihnen tatsächlich mehr Schwung für den Rest des Tages geben. Eine Untersuchung unter Fluglotsen hat gezeigt, dass die Reaktionszeit sich nach einem Powernap wesentlich verkürzt (Signal et. al. 2009). Eine weitere Untersuchung ergab, dass Sie sich durch einen Powernap besser an Dinge erinnern, die Sie gerade gelernt haben. Nach einem Powernap lässt es sich sogar leichter Jonglieren (Morita et. al., 2016). Die richtige Powernap Dauer Wir alle kennen das kleine Tief nach dem Mittagessen. Damit antwortet der Körper auf ganz natürliche Weise auf die Mahlzeit, nach der man sich etwas müde fühlt. Nutzen Sie diese Zeit für einen Powernap. Stellen Sie sicher, dass Sie sich hinlegen können. Dies ist unsere übliche Schlafposition, die ergonomisch viel besser und bequemer ist als ein Nickerchen im Sitzen. Verdunkeln Sie den Raum. So steigern Sie die Melatonin Produktion in Ihrem Körper und können schneller einschlafen. Eine kühle und ruhige Umgebung ist ebenfalls von Vorteil. Das perfekte Timing Menschen berichten häufig, dass sie sich nach einem kurzen Schlaf noch müder fühlen als zuvor. Das sollte natürlich nicht sein. Dies passiert, wenn man zum falschen Zeitpunkt aufwacht. Dazu ist es wichtig, seinen Schlafrhythmus und die Schlafphasen zu verstehen, die ungefähr eineinhalb Stunden dauern. In diesen 90 Minuten gehen Sie durch einen kompletten Schlafprozess: vom leichten Schlaf zum Tiefschlaf und die REM-Phase, auch Traumphase genannt, wieder zurück in den leichten Schlaf. Wenn Sie während einer Tiefschlafphase aufwachen kann es passieren, dass Sie sich desorientiert und energielos fühlen. Definitiv nicht der beste Zeitpunkt zum Aufwachen. Sie können dies vermeiden, indem Sie maximal 20 Minuten schlafen und so vor der Tiefschlafphase aufwachen. Wenn Sie genügend Zeit haben, bietet sich natürlich eine komplette Schlafphase von 90 Minuten an. Der Turbo Nap Trinken Sie eine Tasse Kaffee und machen Sie direkt danach einen Powernap von 15 bis 20 Minuten. Es dauert circa 20 Minuten, bis der Effekt des Koffeins sich im Körper bemerkbar macht. Wenn Sie dann aufwachen, haben Sie den doppelten Vorteil des Powernaps in Verbindung mit Koffein! Die Tipps zum Powernap in Kurzform: Essen Sie vorher eine Kleinigkeit, aber vermeiden Sie Zucker. Stellen Sie sicher, dass Sie sich hinlegen können. Wählen Sie einen dunklen, ruhigen und [...]

November 2017

Kaltes Wetter? Dann kuscheln wir uns einfach länger ein!

Kennen Sie das Gefühl, dass Sie im Sommer mehr Energie haben und sich im Winter viel müder fühlen? Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Jahreszeiten den Schlafbedarf beeinflussen. Ihr Tagesrhythmus wird stark beeinflusst durch Ihre biologische Uhr. Diese Uhr befindet sich im Gehirn und ist verantwortlich dafür, dass man jeden Tag in etwa zur gleichen Zeit Hunger verspürt, sie kontrolliert die Körpertemperatur und lässt uns müde oder wach sein. Ihre biologische Uhr hat einen festen Rhythmus von circa 24 Stunden. Tageslicht Ihre biologische Uhr wird hauptsächlich durch das Licht gesteuert, das durch die Augen einfällt. Helles, blaues Licht verlangsamt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und macht uns wach. Dies ist eine logische Erklärung dafür, dass wir uns im Sommer, wenn es länger hell und das Licht kräftiger ist, wacher fühlen als im Winter. Temperatur Unsere Umgebungstemperatur scheint ebenfalls Auswirkungen zu haben. Wir haben kürzlich Ergebnisse unserer Auping Better Days App mit Daten des Königlich Niederländischen Meteorologischen Instituts (KNMI) verglichen. Wenn wir die durchschnittliche Anzahl geschlafener Stunden pro Tag mit der an dem Tag herrschenden Durchschnittstemperatur vergleichen, können wir ganz eindeutig eine Verbindung erkennen: Je höher die Außentemperatur, desto weniger schlafen wir. Je kälter die Außentemperatur, desto länger schlafen wir. Eine Studie aus Afrika und Südamerika Dieses Phänomen hat auch eine kürzlich durchgeführte Studie (Yetish et al., 2016) unter indigenen Völkern in Afrika und Südamerika ergeben. Diese Menschen leben ohne jegliche Elektrizität und unterscheiden daher zwischen Tag und Nacht allein durch Tageslicht und Temperatur. Neben der Durchschnittstemperatur und der Menge an Tageslicht wurde festgehalten, wann Sie zu Bett gehen und wieder aufwachen. Die Studie ergab, dass sie im Winter bis zu eine Stunde länger schlafen als im Sommer. Die Umgebungstemperatur scheint sogar einen größeren Einfluss auf den Moment des Aufwachens zu haben als das Licht. Die Menschen wachten üblicherweise auf, bevor es draußen hell wurde, aber exakt zu dem Zeitpunkt, an dem die Temperatur begann anzusteigen. Kurz gesagt: Eine großartige Entschuldigung, um in der kalten Jahreszeit länger im Bett zu bleiben.

August 2017

5 Tipps für mehr Hygiene im Bett

Hygiene im Bett ist die Grundlage für guten und erholsamen Schlaf – ein Mangel auf diesem Gebiet kann ernste gesundheitliche Folgen haben. Trotzdem schenken viele Matratzen- und Bettenhersteller diesem wichtigen Thema zu wenig Beachtung. Auping erklärt Ihnen, warum das ein schwerwiegender Fehler ist und mit welchen 5 einfachen Tricks Sie in Ihrem Schlafzimmer ideale hygienische Bedingungen schaffen können: Während wir schlafen, schwankt unsere Körpertemperatur - von einem Tief Mitte der Nacht bis hin zu einem starken Anstieg zu Beginn der Aufwachphase. Die Folge: Wir schwitzen. Ein Schlafender verliert pro Nacht etwa einen halben Liter Flüssigkeit. Auf ein Jahr hochgerechnet ergibt das eine Menge von gut 180 Litern – genug, um eine mittelgroße Badewanne zu füllen. Das Problem: Nur ein Teil dieser Flüssigkeit wird über die Bettdecke an die Raumluft abgegeben - eine große Menge der Feuchtigkeit gelangt Nacht für Nacht in die Matratze. In vielen Fällen leitet diese Ablagerung von Nässe eine folgenreiche Kettenreaktion ein – die die Gesundheit des Schlafenden massiv beeinträchtigen kann: Sammelt sich über einen längeren Zeitraum Feuchtigkeit in der Matratze, entstehen Stockflecken. Diese bilden den idealen Nährboden für einen Schimmelpilz (Aspergillus niger), der eine besondere Fähigkeit besitzt: Er kann die im Stoff befindlichen Hautschuppen, die ein Schlafender im Laufe der Nacht zwangsläufig verliert, aufspalten – und diese somit in mundegerechte Happen für hungrige Hausstaubmilben zerstückeln. Diese lauern in der Matratze und sind für viele Menschen die Ursache von Allergien und sogar chronischen Leiden wie Asthma. Die Population von Hausstaubmilben kann unter den für diese optimalen Bedingungen auf bis zu 2 Millionen mikroskopisch kleine Parasiten anwachsen. Es liegt auf der Hand: Schlechte hygienische Bedingungen im Schlafzimmer/Bett können ernste Folgen haben und gesundheitliche Probleme verursachen. Trotzdem sollten Sie nicht in Panik verfallen – wenn Sie die folgenden 5 einfachen Ratschläge befolgen, lassen Sie Feuchtigkeit, Milben und Co. keine Chance. Hier sind die 5 besten Tipps, um für Hygiene im Bett zu sorgen und gesunden Schlaf zu genießen:   Wechseln Sie regelmäßig die Bettbezüge Was auf den ersten Blick logisch erscheint, ist in vielen Schlafzimmern leider keine Selbstverständlichkeit. Das ist ärgerlich – denn bereits ein Wechsel der Bettwäsche im Zwei-Wochen-Rhythmus reicht aus, um Schweißablagerungen, Hautschuppen und Milben den Garaus zu machen. Waschen Sie die ausgewechselte Bettwäsche stets bei 60°C - ab dieser Temperatur werden Hausstaubmilben effizient entfernt und der Bezug von allen Allergenen befreit. Noch hygienischer ist es, wenn Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Kopfkissen und Bettdecken ebenso waschen.   Lassen Sie Ihre Bettwäsche durchschnaufen Ihre Bettbezüge stecken in der Waschmaschine? Wunderbar, nutzen Sie die Zeit: Gönnen Sie Ihren Kissen und Bettdecken auf Balkon oder Fensterbrett ein wenig Frischluft – und genießen Sie die dadurch entstehende Frische und den guten Duft.   Für mehr Hygiene im Bett: Bleiben sie „cool“ Hausstaubmilben fühlen sich in einem warmen und feuchten Klima am wohlsten. Kälte schreckt die Spinnentiere hingegen ab. Halten Sie Ihr Schlafzimmer daher durchgängig kühl und trocken. Eine Raumtemperatur von weniger als 20°C bei einer Luftfeuchtigkeit unter 60% halten Experten hierbei für ideal. Dies führt nebenbei noch dazu, dass Sie [...]

Fremdschlafen

Viele Menschen erkennen nicht, warum sie in der ersten Nacht in einem fremden Bett nicht so gut schlafen. Ist vielleicht eine Mücke im Hotelzimmer? Ist das Bett zu hart? Sind die Kissen zu weich? Oder sind die Wände dünn und der Nachbar schnarcht?   Eine amerikanische Untersuchung von 2016 zeigt, dass unser Gehirn in einer fremden Umgebung nur halb schläft - dabei handelt es sich um den sogenannten "First Night Effect". Es wird vermutet, dass es sich dabei um eine Überlebenstaktik handelt. Man weiß nie so genau, was in einer fremden Umgebung passieren kann. Wenn das Gehirn wach bleibt, kann man schnell auf eventuell gefährliche Situationen reagieren. Seit Jahrtausenden ist dies in unserem Körper so programmiert.  Bei Vögeln und einigen Meerestieren zum Beispiel bleibt die eine Gehirnhälfte wach, während die andere schläft - so schützen die Tiere sich vor Gefahren.   Wenn man in den Urlaub fährt, möchte man sich natürlich entspannen. Im Vorfeld entstehen durch Reisevorbereitungen aber häufig auch Stress und Anspannung. Sie stellen fest, dass Sie Ihren Reisepass noch schnell verlängern müssen, die Katze muss zum Tiersitter, Sie haben noch niemanden, der die Blumen gießt, und so weiter. Stress und Schlaf sind keine guten Partner. Dies in Verbindung mit unregelmäßigem Schlaf sind Gründe, weshalb wir im Urlaub schlechter schlafen als zu Hause.   Tipps Um im Urlaub traumhaft zu schlafen, haben wir ein paar einfache Tipps für Sie: Nehmen Sie Ihr eigenes Kissen mit in den Urlaub. Sie haben sofort ein vertrautes Gefühl im fremden Bett. Sportler machen das übrigens auch! Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Entspannen - Sie sind schließlich im Urlaub. Versuchen Sie, so schnell wie möglich in einen guten Tag-Nacht Rhythmus zu finden. Auch Strandspaziergänge können helfen.

Juni 2017

Schlafstörungen im Sommer – 3 wichtige Tipps gegen Müdigkeit

Endlich ist es wieder soweit: Die schönste Zeit des Jahres beginnt. Der blaue Himmel, das satte Grün der Pflanzen und die strahlende Sonne sorgen für ein allgemeines Wohlbefinden und gute Laune. Es liegt ein Hauch von Sommer in der Luft. Die steigenden Temperaturen wirken sich jedoch nicht nur positiv auf unseren Körper aus. Viele Menschen leiden insbesondere im Sommer unter Schlafstörungen. Die Ursachen für diese sind vielfältig: So lassen uns zum Beispiel schwüle Nächte, besonders actionreiche Tage oder exzessives Feiern nicht zur Ruhe kommen. Die Folge: Energielose Tage, an denen wir uns müde und abgespannt die Augen reiben und im Minutentakt gähnen. Schlafstörungen sind im Sommer weit verbreitet – doch es gibt Auswege aus der Müdigkeit. In diesem Artikel geben wir Ihnen 3 einfach umsetzbare Tipps, mit denen Sie auch im Sommer traumhaft schlafen und erholt in den Tag starten.   Schlafstörungen vorprogrammiert - Finger weg von zu viel Alkohol Sommerzeit ist Partyzeit. Ganz egal, ob Straßenfeste, Geburtstage oder Grillabende – einen Anlass gibt es so gut wie immer. Selbstverständlich sei es Ihnen gegönnt, im Kreis von Freunden und Familie jede Menge Spaß zu haben. Machen Sie sich dennoch bewusst, welche Auswirkungen allzu exzessive Partyaktivitäten auf Ihren Schlafrhythmus haben können. So hilft Alkohol Ihnen vielleicht dabei, etwas schneller einzuschlafen – für Ihren Schlafzyklus ist er jedoch Gift. Etliche Studien belegen, dass Alkohol die wichtigen REM-Schlafphasen verkürzt. Ein Mangel an REM-Schlaf beeinflusst motorische Fähigkeiten, Konzentration und Gedächtnisleistungen negativ. Wer viel Alkohol trinkt, verstärkt außerdem seinen Harndrang und fühlt sich schnell durstig, da Alkohol dem Körper Wasser entzieht. Wenn Sie also nachts nicht ständig ins Badezimmer laufen wollen, um Ihren Durst zu stillen oder auf die Toilette zu gehen, empfehlen wir Ihnen, bis zu drei Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkohol zu verzichten. Setzen Sie stattdessen auf erfrischende Fruchtsäfte oder greifen Sie zu Kamillen-Tee mit Honig, Kokosnuss-Wasser und warmer Mandel-Milch – diese Getränke sorgen dank ihrer beruhigenden Inhaltsstoffe dafür, dass Sie tief und ungestört einschlummern.   Schon 30 Minuten reichen - treiben Sie mehr Sport Begünstigt durch das oft tolle Wetter im Sommer, steigt bei vielen Menschen die Motivation für ein Outdoor-Workout. Das trifft sich wunderbar, denn: Wer tagsüber Sport treibt, der schläft nachts auch besser. Was zunächst nach einer Binsenweisheit klingt ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt: einer Studie der Oregon State University zufolge reichen bereits 30 Minuten leichter sportlicher Aktivität am Tag, um die Schlafqualität um 65% zu verbessern. Nutzen Sie also die perfekten Bedingungen im Sommer, um körperlich aktiv zu werden und so gleichzeitig Ihre Schlafstörungen zu bekämpfen. Wichtig hierbei: Gönnen Sie Ihrem Körper nach dem Workout – im Wachzustand – die notwendige Regeneration. Sportwissenschaftler raten dazu, anstrengende Trainingseinheiten mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen zu beenden. So lassen Sie Ihrem Körper ausreichend Zeit, um vor dem Schlaf langsam in den Ruhemodus zu wechseln.   Endlich nicht mehr schwitzen – setzen Sie auf optimale Luftzirkulation Draußen sinkt die Temperatur auch nach Mitternacht nicht spürbar ab, drinnen liegen Sie in Ihrem Bett und wälzen sich schwitzend hin und her. Kommt Ihnen [...]