Alle frischgebackenen Eltern kennen es nur zu gut: schlaflose Nächte. Unser Schlafexperte Geert Doorlag ist selber Vater eines sechsjährigen Jungen und weiß genau wie es sich anfühlt, wenn das Kind nicht schlafen will und man selbst mit wenig Schlaf am nächsten Tag arbeiten muss. Wie kann man seinem Kind helfen, einen gesunden Schlafrythmus zu entwickeln? Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt.

 

  1. Stellen Sie fest, ob Ihr Kind genug Schlaf bekommt

Die ausreichende Schlafmenge variiert in jedem Alter. Während ein Neugeborenes 14 bis 17 Stunden am Tag schläft, braucht ein 4-jähriger noch 10 bis 13 Stunden Schlaf pro Nacht, ein Teenager circa 8 bis 10 Stunden. Sie können natürlich überprüfen, wie viele Stunden Ihr Kind schläft um festzustellen, ob es genügend Schlaf bekommt. Aber normalerweise schlafen aktive und gesunde Kinder so viel wie sie brauchen, um ausgeruht zu sein.

 

  1. Denken Sie daran, dass Ihr Kind ein anderes Schlafmuster hat als Sie selbst

Einer der wichtigsten Aspekte für guten Schlaf ist Regelmäßigkeit. Vor allem junge Eltern werden das bestätigen können: immer wieder unterbrochene Nächte tragen nicht dazu bei, dass der folgende Tag entspannt verläuft.

Kleine Kinder können noch nicht die ganze Nacht schlafen, sie lernen dies erst, wenn sie älter werden. Sie können versuchen, die Kontrolle über die Wachzeiten während der Nacht zu übernehmen. Wenn Sie wissen, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn regelmäßig zwischen 2 und 5 Uhr morgens aufwacht, stellen Sie Ihren Wecker auf 2 Uhr. Stellen Sie den Wecker in den folgenden Nächten immer wieder auf eine etwas spätere Zeit, damit Ihr Kind sich langsam an den Rhythmus gewöhnen kann und Nacht für Nacht etwas länger schläft. Natürlich müssen Sie dennoch weiterhin nachts aufstehen, aber können so vielleicht Ihre eigenen Schlafphasen besser planen. So sind Sie und Ihr Kind am nächsten Tag frischer und ausgeruhter.

 

 

  1. Sorgen Sie für feste Bettrituale

Je älter Kinder werden, umso mehr Kontrolle bekommen sie über ihre Einschlafzeiten. Das muss ein Kind erst einmal lernen. Ein neugeborenes Baby fällt unkontrolliert in einen tiefen Schlaf. Ältere Kinder können sich selbst besser steuern. Daher ist es wichtig, sein Kind darauf hinzuweisen, wann es Zeit ist schlafen zu gehen. Idealerweise sollte der Übergang von Tagesaktivitäten zur Nachtruhe langsam stattfinden. Man kann zum Beispiel noch eine Geschichte vorlesen, mit dem Kind kuscheln oder gemeinsam die Zähne putzen. Solche Aktivitäten können Teil eines Rituals sein, das Ihrem Kind hilft zu verstehen, dass es Zeit ist zu schlafen. So können Sie Ihrem Kind das Einschlafen erleichtern.

 

  1. Wecken Sie Ihr Kind nicht zu früh

Forschungsergebnisse zeigen, dass Kinder eher Abend- als Morgenmenschen sind. Ältere Menschen hingegen sind eher Morgen- als Abendmenschen. In verschiedenen Schulen gibt es inzwischen Initiativen, die dies berücksichtigen und deshalb eine Stunde später mit dem Unterricht beginnen. Wecken Sie Ihr Kind daher möglichst nicht zu früh.

 

  1. Nicht aufgeben

Kinder entwickeln sich mit jedem Aufstehen und Hinfallen. Wenn es zwei Schritte vorwärts macht, geht es manchmal auch einen Schritt zurück. Vielleicht haben Sie manchmal den Eindruck, dass Ihr Kind keine Fortschritte macht. Zum Beispiel, wenn es um das Einschlafen oder das Aufwachen in der Nacht geht. Alle Geschehnisse eines Tages beeinflussen den Schlaf. So kann es passieren, dass ein Kind, dass gerade das Sprechen lernt, nachts öfters aufwacht.